Höhlen von Artenara

Artenara

Bild: © Carsten – fotolia.com

An vielen Orten der Welt ist der höchste Punkt einer Gegend meist nur wegen seiner schönen Aussicht bekannt. Doch Gran Canaria hat an genau diesem Punkt noch viel mehr zu bieten. Denn genau hier findet sich auch die älteste Siedlung der Insel in der viele Bewohner auch heute noch einem ganz besonderen Lebensstil frönen.

Viele der Einwohner von Artenara leben, wie schon ihre Vorfahren vor fünfhundert Jahren, in Wohnhöhlen. Sie haben entweder ei

ne der alten Behausungen in Besitzt genommen oder einfach selber eine Höhle in den weichen Lavastein gehauen.

In einer urtümlichen Mischung aus elektrischem Licht, fließend Wasser und Höhlenambiente haben sie es sich gemütlich gemacht, in ganz besonderen Wohnungen mit einer natürlichen Klimaanlage. Denn einer der großen Vorteile der Wohnhöhlen ist, das sie ihre Temperatur halten und damit im Sommer angenehm kühl und im Winter mollig warm sind.

Diese, heute noch ganz normal genutzten, Wohnhöhlen locken auch viele Touristen in den Ort. Dem entsprechend findet sich in dem ansonsten verschlafenen Ortskern auch eine entsprechende Anzahl an gemütlichen, kleinen Cafes und Restaurants. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Höhlenkapelle Ermita de la Virgen de la Cuevita, 400 Meter vom Ortskern entfernt

, und das Höhlenrestaurant Las Tres Sillas.

Die Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt die Figur der Jungfrau von Cuevita, einer der wichtigsten Schutzheiligen der Insel und die Patronin dieses Dorfes.

Die Küche des Restaurants bietet eine gute Auswahl der deftigeren Speisen der Insel, auch hier im romantischen Höhlenambiente.

Und wenn man schon mal mit einigen Reisetaschen hier in der Gegend ist, ob zum Spanisch lernen oder einfach zum Entspannen in seinem Ferienhaus, sollte man auch dringend den Panoramaausblick von der Plattform „La Silla“ in Artenara genießen. Von hier aus hat man bei klarem Wetter einen wundervollen Blick über die gesamte Insel.

Außerdem empfiehlt sich ein Besuch der archäologischen Fundstätte Acusa, die sich unweit von hier befindet. Hier finden sich steinzeitliche Gräber und Wohnhöhlen, die in den rötlichen Felsen des Gebirges gehauen sind. Die Anlage ist zum Teil begehbar und bietet die Möglichkeit sich über die Geschichte und Lebensweise der Ureinwohner der Insel zu informieren.