Ferienwohnungen in Spanien

Ferienwohnungen auf Spanien sind nicht überall gleich. Auf dem spanischen Festland existiert ein Nord-Süd-Gefälle bezüglich des Wohlstands der Bevölkerung. Der Norden und die Balearen sind wohlhabender als der Süden und die Kanaren. Das macht sich auch im Angebot von Ferienwohnungen bemerkbar. Abgesehen von den Durchschnittspreisen sind Komfort, Lage, Art und Ausstattung sehr unterschiedlich.

Ferienwohnungen in den Provinzen an der Nordküste in Spanien

Oft wird in den Medien kolportiert, dass Katalonien vor allem wegen seines Wohlstands unabhängig werden will. Der Lebensstandard in Barcelona und Umgebung ist fraglos höher als weiter südlich, aber Nachbarprovinzen sind reicher. Die für ihren Weinanbau berühmten La Rioja und Navarra zählen genauso dazu wie das Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galizien.

Die inneren Provinzen

Die Hauptstadt Madrid ist mit allen großen Städten Europas vergleichbar. Hier wohnt es sich teurer als außerhalb. Rund um die Metropole liegen unterschiedlich besiedelte Gebiete in abwechslungsreichen Landschaftsformen. Ferienwohnungen sind hier weniger verbreitet, da der Tourismus sich hauptsächlich an den spanischen Küsten abspielt. Wer mit Land und Leuten in Kontakt kommen möchte, hat trotzdem viele Möglichkeiten.

Ferienwohnungen an der Mittelmeerküste

Ab der französischen Grenze zieht sich die Mittelmeerküste bis Valencia von der Costa Dorada bis zum Golf von Valencia, der den Balearen gegenüberliegt. Hier sind Ferienwohnungen aller Art direkt am Meer oder im Hinterland in großer Auswahl vorhanden. Ab Valencia Richtung Süden beginnen mit der Costa Blanca und später mit der Costa del Sol die weltberühmten Urlaubsküsten mit Orten wie Benidorm und Marbella. Je nach Wahl liegen Ferienwohnungen hier auch in Hochhäusern und Wohnblöcken.

Der andalusische Süden

Die ökonomisch schwächste spanische Region vereinigt für viele Besucher die interessantesten Orte, Plätze und Sehenswürdigkeiten in ganz Spanien. In Andalusien sind arabische beziehungsweise maurische Einflüsse nicht zu übersehen. Attraktive Architektur, wenige Schlechtwetterperioden und traumhafte Küsten bieten die Kulisse für Ferienwohnungen aller Art.

Ferienwohnung auf spanischen Inseln teurer

Die drei Baleareninseln im Mittelmeer sind hinlänglich bekannt. Das Preisniveau für Wohnraum und Ferienwohnungen ist höher als in den meisten Gegenden des Festlands. Ruhige Lagen sind seltener. Die sieben Kanarischen Inseln liegen etwa noch einmal soweit entfernt von Madrid, wie die Distanz zum deutschen Abflughafen beträgt. Vor der marrokanischen Südküste sind die afrikanischen Einflüsse in Lebensweise und Bebauung nicht zu übersehen. Ferienwohnungen gibt es auf allen Inseln von der einsamen Wandererunterkunft bis zum Apartment in den touristischen Hochburgen.

Spanische Ferienwohnung: Bebauung und Wohnungsarten

Natürlich hängt die Auswahl und Ausgestaltung von Ferienwohnung sehr von der Umgebung ab. Generell ist die spanische Architektur außer in manchen Großstädten und Nobelwohnlagen weniger auf die Außenwirkung aus. Oft verbergen sich hinter verhältnismäßig unauffälligen und kleinen Eingängen oder seltener Portalen erstaunlich großzügige und weitläufige Gebäudeinnenleben.

Die Schönheit beginnt in vielen vor allem Mehrfamilienhäusern in den Treppenhäusern, die oft mit den weltberühmten spanischen Kacheln gestaltet sind. Kacheln sind neben Kunststoffböden die verbreitetsten Bodenmaterialien. Holz und Teppiche sind seltener anzutreffen. Ferienwohnungen in touristisch erschlossenen und bewirtschafteten Regionen sind oft in umzäunten Ferienanlagen mit Gemeinschaftspool integriert. Einige Hotels bieten in Teilen ihrer Gebäude Ferienwohnungen an, die unabhängig oder mit Hotellerieleistungen gebucht werden können.

Fincas beliebt als Ferienunterkunft

In ländlichen Regionen finden sich Fincas und Landgasthäuser mit mietbaren Wohnobjekten. Die Bandbreite reicht vom unbetreuten ehemaligen Bauernhof bis zu Privataufenthalten mit Familienanschluss. In städtischen Lagen sind Ferienwohnungen und Apartments für Selbstversorger praktisch in allen für Besucher relevanten Stadtteilen zu finden. Je zentraler gelegen, desto höher der Preis.

Ferienwohnungen anders definiert

In Spanien werden die Wohnungsgrößen anders als in Deutschland bezeichnet. Ein Studio ist eine Einzimmerwohnung. Eine Einzimmerwohnung wird als “mit einem Schlafzimmer” bezeichnet und hat zwei Zimmer. Zwei Schlafzimmer bedeuten in deutsche Bezeichnung übersetzt, dass es sich um eine Dreizimmerwohnung handelt. Separate Küchen sind in Spanien weniger verbreitet als in Mitteleuropa. In den meisten Fällen sind offene “amerikanische” Küchenzeilen mit Wohnküchenraum kombiniert. Stadtwohnungen in den Metropolstädten bilden die Ausnahmen.

Typisch spanisch sind Lichtschächte und kleine Innenhöfe, die Luft- und Lichtzufuhr auch in Hinterräumen ermöglichen. Bei der Nachfrage oder Besichtigung von Ferienwohnungen sollten die Lüftungs- und Lichtverhältnisse abgefragt werden. Oft sind Fenster in Bade- oder Schlafzimmern auf den ersten Blick nicht zu erwarten. Im praktischen Leben fällt Besuchern oft auf, dass keine Namensschilder an Klingeln und Briefkästen zu finden sind. In Spanien sind nummerierte Kennzeichnungen üblich.

Erreichbarkeit und Lage der spanischen Ferienanlagen

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung ist die geografische Lage der erste Anhaltspunkt, mit dem begonnen wird. Spätestens seit dem Aufkommen von Billigfluggesellschaften werden das gesamte Festland und die Inseln mit regelmäßigen Flugverbindungen nach Deutschland bedient. Von den insgesamt 52 Flughäfen werden etwa dreißig ständig von deutschen Airports aus angeflogen.

Es ist fast nicht möglich, eine Ferienwohnung in Spanien zu mieten, die weiter als hundert Kilometer vom nächsten relevanten Airport entfernt liegt.

Meist existieren sogar mehrere Alternativen, um sich einen maßgeschneiderten Flug zur Ferienwohnung hinzubuchen zu können. Der spanische Norden ist etwa zweieinhalb Flugstunden von Frankfurt entfernt, die kanarische Insel La Palma ist mit etwa fünf Stunden am weitesten weg.

Die Verkehrsinfrastruktur ist grob in ganz Spanien mit der in Mitteleuropa vergleichbar. An- und Abreisewege, Ausflüge und andere Gründe der Fortbewegung nehmen die gleichen Zeitspannen in Anspruch wie von zu Hause bekannt. Die Wege von der Ferienwohnung zu Einkaufsgelegenheiten sind in der Regel überall gut ausgebaut. Der öffentliche Nahverkehr ist spanienweit vorhanden, verliert aber in südlicher Richtung an Präzision.

Vermieter von Ferienwohnungen in Spanien wissen um die kulturellen Unterschiede zu der deutschen Lebensweise. Daher finden sich meist Informationen zu Bezugsstädten und lohnenswerten Ausflugszielen im Einzugsgebiet der Wohnung. Die Wohnungen werden, außer im Hochpreissegment, zweckmäßig eingerichtet angeboten. Eingebaute Küchentresen und Schränke, auch in Wänden integriert, sind sehr verbreitet. Gardinen sind vor allem außerhalb der Städte selten.

Schneehütte oder Ferienwohnung am Strand?

Auf der iberischen Halbinsel reicht das Wetter von heißen Badetemperaturen am Meer bis zu schneebedeckten Berggipfeln im Norden. Eine Besonderheit stellt der höchste Berg Spaniens dar. Der Teide auf der kanarischen Insel Teneriffa kann auf seinem 3700 Meter hohen Haupt durchaus vom Schnee weiß gefärbt sein, während eine Autostunde entfernt Badewetter an der Küste herrscht. In der Grundtendenz nimmt das mediterrane Klima Richtung Süden zu.

Ferienwohnungen in den Provinzen an der Nordküste sollten ab Herbst bis ins späte Frühjahr im Wissen gebucht werden, dass es hier so kalt und unfreundlich werden kann wie in Mitteleuropa. In den Gebirgen im nördlichen Drittel des Landes bleibt es auch im Sommer kühl. Die Temperaturen verändern sich im Jahreslauf geringer als in den zentralen Regionen Spaniens. In Madrid und Umgebung sind die Winter kälter und Sommer wärmer.

Die Mittelmeerküste einschließlich der Balearen ist auch deswegen bei Besuchern so beliebt, weil das Wetter rund ums Jahr eine Grundmilde aufweist. Schneefälle im Winter gibt es, gehören aber zu den Ausnahmen. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden und in den Monaten August und September sind küstenferne Ferienwohnungen mit Klimaanlagen oder wenigstens Ventilatoren eine gute Wahl.

Das Gleiche gilt in ganz Andalusien, dass bis in den Spätherbst und bereits im frühen Frühjahr sommerliche Temperaturen entwickeln. Während die Seite zum Mittelmeer hin sowohl in Luft- als auch Wassertemperaturen eher mild ist, entwickeln sich an den Atlantikküsten eher rauere Wetterlagen. Das gilt für Hitze im Sommer wie für Stürme und schnelle Wetteränderungen von Herbst bis zum Frühjahr.

Die Kanaren als atlantische Inselgruppe sind den schnellen Veränderungen noch stärker ausgesetzt. Der kalte Ozean bietet echte Badetemperaturen nur im Hochsommer, wenn flirrende Hitze herrscht. Im Winter, abgesehen vom Teide und seinen Ausläufern auf Teneriffa, gibt es nie Frost und die niedrigsten Nachttemperaturen fallen selten unter zehn bis zwölf Grad Celsius.

Ausstattung, Bauqualität und technischer Standard der spanischen Ferienunterkünfte

Bei der Suche nach Ferienwohnungen sollte vor allem im Winter und in den jahreszeitlichen Übergangszeiten nie vergessen werden, nach Heizmöglichkeiten zu fragen. Bereits ab der gedachten geografischen Linie auf der Höhe von Madrid dünnen sich installierte Heizungen Richtung Süden rasant aus. Abgesehen von den Temperaturen hat das auch ein Effekt auf die Feuchtigkeit. In Küstenregionen kann es schwierig werden, Wäsche und Kleidung trocken zu bekommen.

Im Allgemeinen ist die Bausubstanz in Spanien mehr süd- als mitteleuropäisch geprägt. Das äußert sich beispielsweise in hellhöriger Bauweise und verhältnismäßig geringer Beachtung von Schallverhältnissen. Wer Ferienwohnungen in Spanien sucht und geräuschempfindlich ist, sollte alleinstehende oder als besonders ruhig ausgewiesene Objekt anvisieren. Die Innenrenovierungen entsprechen bezüglich der Vermeidung von Fabrklecksen und der perfeken Funktionalität beweglicher Teile wie Türen, Fenster und Möbelteilen nicht immer dem aus Deutschland gewohnten Standard.

Sanitäre Anlagen in Spanien

Die Ausstattung der sanitären Anlagen entspricht dem Gewohnten und ist auch von der Preisklasse der Wohnungen abhängig. Ein charakteristisches Merkmal sind die fast in jeder Ferienwohnung vorhandenen Bidets, die häufiger anzutreffen sind als Badewannen. Das Trinkwasser in ganz Spanien bedenkenlos zu konsumieren. Teilweise wird sogar hochwertigstes Quellwasser in die öffentliche Versorgung eingespeist, vor allem in den gebirgigen Regionen im Norden des spanischen Festlands.

Die Ausstattung der Küchen reicht entsprechend der Preisklasse von einfach bis üppig. Im Normalfall sind Geschirr und Besteck auf die Maximalzahl der möglichen Mieter ausgelegt. Bezüglich Backofen ist wiederum ein Nord-Südgefälle vorhanden. Je weiter südlich die Ferienwohnungen liegen, desto eher wird der Ofen durch eine fast immer vorhandene Mikrowelle ersetzt. Aber auch in nördlicheren Landesteilen lohnt sich eine kurze Nachfrage immer, wenn ein Backofen genutzt werden soll.

Passt deutsche Steckdose in spanischen Ferienwohnungen?

Die Stromspannung und die Steckdosen entsprechen der deutschen Versorgung, sodass Adapter nicht erforderlich sind. Internet via drahtloser Verbindung ist mittlerweile fast überall Standard, wobei unterschiedliche Abrechnungsmodelle verwendet werden. Festnetztelefone sterben in Zeiten der Smartphones und Tablets auch in spanischen Ferienwohnungen langsam aus. Vermieter von Ferienwohnungen, die sich an Besucher von außerhalb Spaniens wenden, bieten meist Satellitenfernsehen. Durchschnittlich sind acht bis zehn deutschsprachige Programme zu erwarten.

Einheimische und Sprachkenntnisse

Die Spanier sind ein gastfreundliches Völkchen, das neugierig auf seine Besucher zugeht. Eine Eigenart ist allerdings der gelegentlich herbe wirkende Auftritt. In den Metropolen und touristischen Hochburgen trifft der Besucher diesen Eindruck seltener an als in ländlichen und dünner besiedelten Regionen. So kann der Einkauf im Dorfladen schon einmal ohne ein einziges Lächeln über die Bühne gehen. Das sollte allerdings nicht als Zeichen von Unfreundlichkeit gedeutet werden. Aufgesetzte Freundlichkeit und ein ausgeprägtes Hurra-Getue sind den Spaniern im Allgemeinen wesensfremd.

Äußersten Respekt zeigen Spanier bei der Wahrung von Intimsphäre Privatraum. Wer einem spanische Vermieter etwa in der angemieteten Ferienwohnung etwas zeigen möchte, muss ihn nicht selten mehrmals hineinbitten. Dabei sind natürlich wie in jeder Alltagssituation einige grundlegende Sprachkenntnisse vorteilhaft. Auf den Versuch reagieren fast alle Spanier sehr positiv. Mit der auf Spanisch halbwegs verständlich vorgebrachten Entschuldigung bezüglich der mauen Sprachkenntnisse ist häufig ein erstes Lächeln auf spanische Gesichter zu zaubern.

Die spanische Sprache ist eine romanische Sprache und daher dem germanischen Deutsch wesentlich weniger verwandt als beispielsweise Englisch. Umgekehrt ist es genauso, was in der alltäglichen Kommunikation manchmal für schwierige Verständigung sorgt. Spanier versuchen nicht, englischsprachige Begriffe in ihre Sprache zu integrieren und betonen Wörter fremder Sprachen auf spanische Weise. Ein Pendant zu dem deutschen “Denglisch” existiert nicht. So wird auch bei englischsprachigen Spaniern manchmal das Verstehen schwieriger.

Tipps für Buchung von spanischen Ferienwohnungen

Ferienwohnungen sind online in großer Auswahl zu finden, handelt es sich bei Spanien doch schon lange um eines der populärsten Reiseländer der Deutschen überhaupt. Die Auswahl vergrößert sich noch einmal erheblich, wenn Suchbegriffe in spanischen Bezeichnungen verwendet werden. Ferienwohnungen können beispielsweise als “apartmentos“, “pisos” oder “viviendas de vacaciones” bezeichnet werden.

Vorher abklären: Haustiere und Barrierefreiheit

Bezüglich mitgebrachter Haustiere sind Ferienwohnungsvermieter in Spanien genauso zurückhaltend wie fast überall auf der Welt. Ob “mascotas” erlaubt sind, sollte im Vorfeld zweifelsfrei abgeklärt werden. Ähnliches gilt für Barrierefreiheit, wobei es zu sprachlich bedingten Missverständnissen kommen kann. Konkretes Nachfragen zu vorhandenen Stufen und Durchgangsbreiten und gegebenenfalls Bilder der neuralgischen Orte in einer Ferienwohnung sind empfehlenswert.

Preise für spanische Ferienunterkünfte

Bei den Preisangeboten und Ausgestaltungsarten sind drei Modelle üblich. Die Ferienwohnung kann einen festen Pauschalpreis pro Übernachtung kosten, unabhängig von der Personenanzahl, die sie belegen. Ein Zwittermodell ist der Preis pro Person, gestaffelt nach Gesamtpersonenanzahl. Beispielsweise kann eine Einzelperson fünfzig Euro zahlen, bei zwei Personen sind es dann dreißig Euro pro Kopf, was den Gesamtübernachtungspreis um zehn Euro erhöht. Die dritte Variante ist ein fester Preis pro Person. Saisonale Preisunterschiede sind nicht zwangsläufig an deutsche Ferient

ermin gekoppelt. Es lohnt sich, das allgemeine Saisonverständnis der Anbieter in den infrage kommenden Regionen zu vergleichen. Auch im Hochsommer sind Nebensaisonpreise möglich, wenn die Ferienwohnung in einer Region mit ausgesprochener Hitze liegt.

Einige in vielen Reiseländern als Sonderwünsche bekannte fakultative Leistungen werden in den meisten spanischen Ferienwohnungen als selbstverständlicher Service ohne Aufpreis verstanden. Typische Beispiele sind Zustellbetten für Kinder oder das zur Verfügung stellen einer Waschmaschine und einem Wäschetrocknungsraum.