Rupit – ein malerisches Felsendorf

Rupit

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Rupit ist ein Ort in den spanischen Pyrenäen, in Katalonien, in dem laut offizieller Zählung gerade mal etwas mehr als 330 Einwohner leben. Selbstverständlich ist der Ort demgemäß beschaulich, und ebenso natürlich lockt er immer mehr Touristen an, ist sein Ortskern doch höchst sehenswert. Dazu kommt eine für touristische Zwecke gute Infrastruktur, so dass Rupit ein kleines Highlight unter den vielen Bergdörfern in den Pyrenäen darstellt.

Reisetipp: Hier steht am Ortseingang ein sehr großer Parkplatz zur Verfügung, an dem man für nur 1 Euro pro Tag parken und im Anschluss die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre von Rupit genießen kann. 1 Euro pro Tag — von solchen Tarifen kann man als Mitteleuropäer auf dem Weg zu seinen Einkäufen nur noch träumen. Sein Privat-Auto oder seinen Mietwagen kann man so super günstig parken.

Durch die perfekten Parkmöglichkeiten und eine gute Infrastruktur bietet sich das Felsendorf Rupit idealerweise als Tagesausflug bei einem Urlaub an der Costa Brava an!

Rupit – ein mittelalterlich erhaltenes Bergdorf

Aber der günstige Parkplatz ist natürlich nur ein kleiner Randaspekt eines Ausflugs nach Rupit, denn hauptsächlich wird man hierhin reisen, um die vielen Restaurants, Souvenir-Shops, Banken, Bäckereien und so

weiter in Augenschein zu nehmen, welche vor allem deshalb so reizvoll sind, weil sie in alten Gassen in noch älteren Häusern angesiedelt sind.

Die Vokabel “malerisch” ist noch untertrieben, um die schönen Gassen dieses alten Ortes inmitten großer Waldflächen zu beschreiben. Hier eine kleine Kapelle, dort ein auf Treppen angelegter Weg die Straße hinauf, auf der man nicht übersehen kann, dass Rupit ein Ort in den Bergen ist.

Gerade mal wenige Hände voll Häuser finden sich in Rupit, der gesamte Ort ist mit wenigen Straßen schon ausreichend erschlossen. Doch überall lugen vergangene Zeiten aus den Fenster, aus den Gemäuern der alten Steinhäuser, die doch sehr einladend wirken.

Malerische Gassen, sehenswerte Häuser

Viel Blumenschmuck an den Fenstern, eine durch die vielen unterschiedlich großen Steinen organische Anmutung der Wände, so dass man gar nicht auf die Idee kommt, sich von dem so festen Material abgewiesen zu fühlen. An jeder Ecke ein Laternchen an den Häusersimsen befestigt — es ist nicht nur eine Zeitreise, durch Rupit zu schlendern, sondern auch ein großes Vergnügen.

Im Süden des Ortes erstreckt sich kilometerweiter Wald, der über den Hügeln der Region wächst, eine Ortschaft sucht man in dieser Richtu

ng vergebens. Phantasie anregend ist es, sich vorzustellen, wie selten früher in Rupit Besuch aus anderen Orten vorbeikam, und wie sehr das Leben der Bewohner damals auf den kleinen Ort fokussiert gewesen sein muss.

Kirche und Burg runden das Zeitreise-Erlebnis ab

Verwaltungstechnisch ist Rupit 1977 mit dem Nachbarort Pruit zusammengelegt worden, bleibt als Ortschaft aber natürlich unabhängig.

Sehenswert ist Rupit allerdings auch wegen seiner Kirche Sant Joan de Fabregues, deren erste Erwähnung aus dem Jahr 968 datiert. Sie liegt ca. 3 Kilometer von der Burg in Rupit entfernt, welche wiederum für sich ein weiteres Highlight dieses so kleinen Ortes darstellt.

Auf beinahe 900 Metern Höhe gelegen, liegt der namensgebende Fluss Rupit direkt neben dem Ort. Typisch für das mediterrane Bergklima gibt es hier sehr heiße Sommer wie genauso kalte Winter, viel kälter als an der einige Dutzend Kilometer entfernten Küste. Somit empfiehlt sich ein Besuch im malerischen Bergdorf Rupit eher in den Sommermonaten, wenn auch viele weitere Besucher das Dorf beleben und man trotzdem das Gefühl hat, hier eine ganz besondere Verbindung zu vergangenen Zeiten zu erleben.