Naturpark S’Albufera auf Mallorca

Der Parc natural de s’Albufera de Mallorca liegt zwischen Alcudia und Can Picafort im Norden Mallorcas und stellt eines der wichtigsten Feuchtbiotope der Balearen dar. Ursprünglich sollte das Gebiet, das eine Gesamtfläche von 1.700 Hektar umfasst, zur Herstellung von Sumpf- und Schilfgras genutzt werden, im Zuge des stets wachsenden Tourismus waren auch Hotelkomplexe geplant. Diesen Plänen schob die Inselregierung jedoch in den 1980er Jahren einen Riegel vor und stellte das Gelände unter Naturschutz.

So gehört der Naturpark S’Albufera heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca und zieht jedes Jahr zahllose Naturliebhaber in seinen Bann. Am Parkeingang befindet sich ein Informationszentrum, in dem Besucher Wissenswertes über die Geschichte des Naturparks S’Albufera erfahren. Fahrräder und Ferngläser können hier ebenfalls ausgeliehen werden. über die einheimische Flora und Fauna informiert die ehemalige Papierfabrik Sa Roca. Innerhalb des Parkgeländes wurden Schautafeln aufgestellt, die dem Besucher die hiesige Tier- und Pflanzenwelt näherbringt.

Flora und Fauna im Parc natural

Mehr als 200 Vogelarten, wie zum Beispiel Stelzenläufer und Fischreiher haben im Naturpark S‘Albufera eine geschützte Heimat gefunden und können von zahlreichen Beobachtungsständen aus in einzigartiger Landschaftskulisse beobachtet werden. Die gut ausgebauten Wege sind schön gestaltet und führen über Brücken, Kanäle und vorbei an idyllisch gelegenen Seen. Sie sind gesäumt von verschiedenen Binsenarten und dichtem Schilfrohr, das einige Meter in den Himmel ragt. Eine Vielzahl von Pappeln und Ulmen spenden angenehmen Schatten und prägen die Landschaft auf ganz besondere Weise.

Der Naturpark S’Albufera auf Mallorca ist das ganze Jahr über geöffnet, im Informationszentrum finden Besucher täglich zwischen 9 und 16 Uhr einen Ansprechpartner. Die Anfahrt erfolgt von Palma aus über die Ma-13 Richtung Port d’Alcudia und die Ma-12 Richtung Can Picafort bis zur Hotelsiedlung Platja de Mallorca. Von hieraus ist der Weg zum Naturpark S’Albufera ausgeschildert.

Wenn Sie zu den vogelkundigen Urlaubern zählen, können Sie sich im nahen Naturschutzgebiet S’Albufera zwischen Can Picafort und Puerto Alcudia an der bunten Farbenpracht der gefiederten Tiere erfreuen. Es handelt sich dabei um eine sumpfige Landschaft, in der viele endemische Tierarten, darunter auch viele Vögel, die nur in dieser Region leben, anzutreffen sind.

Naturpark S’Albufera: Bebauungspläne vereitelt

An anderer Stelle auf Mallorca wurden aufgrund der ständig wachsenden Touristenströme immer mehr Hotels gebaut und so mancher Strand durch die Hotelketten regelrecht verschandelt. So sind mancherorts die Bettenburgen bis fast ans Meer gebaut worden, der natürliche Strandabschnitt wurde dadurch vollends zerstört. Die nützlichen Dünen wurden abgetragen.

Doch am Naturpark S‘ Albufera hielten die Naturschützer uneingeschränkt fest. Sie setzten durch, dass dort aufgrund der vielen Tierarten, die nur dort zu finden sind, keine Bebauung stattfindet. Daher konzentriert sich der Touristenrummel auf die umliegenden Orte, das Naturreservat wurde jedoch nicht angetastet. Pläne, den Sumpf trockenzulegen, um weiteren Boden für Hotels und Ferienunterkünfte zu gewinnen, wurden von den Mallorquinern immer wieder vereitelt. Und so konnte der Naturpark S‘ Albufera das bleiben, was er ist: Ein Naturparadies mit ganz besonderem Charme und ein Eldorado für alle Vogelfreunde.

Can Picafort bei S’Albufera

Den kleinen Ort Can Picafort mit seinem kleinen Hafen „Puerto Deportivo Can Picafort“ findet man in der Bucht von Alcudia. Im Südosten Mallorcas liegt Bucht an Bucht und diese Region ist vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Urlaubsziel.

Der Hafen bietet 471 Liegeplätze und 102 Mietplätzen für Schiffe. Er stellt außerdem einen hervorragenden Ausgangspunkt für jeden dar, der einmal das Cap Formentor mit seiner zerklüfteten Felsenlandschaft im Norden der Insel von der Seeseite besichtigen möchte. Da dieser Punkt recht zentral gelegen ist, sind im Osten Cala Ratjana mit seinem Nachtleben und im Süden Porte Alcudìa und der Hafen von Port del Pollens bequem zu erreichen.

Alcudìa bei S‘ Albufera

Die unmittelbare Umgebung des Naturparks ist ebenfalls sehr reizvoll. Von hier aus können Ausflüge ins Naturschutzgebiet starten, allerdings nur unter strengen Auflagen und in kleinen Gruppen. Schließlich soll der Parc natural in seiner Ursprünglichkeit noch für viele Jahrzehnte erhalten bleiben.

Am Hafen von Alcudìa geht es hingegen etwas mondäner zu. Im Norden Mallorcas, in Puerto de Aludia mit seinem sehr geschützt liegenden Yachthafen „Deportivo Alcudiamar“ verleben Bootsfreunde und Kenner der Gegend sehr gern ihren Urlaub. Der Hafen bietet 730 Liegeplätze und 182 Mietplätze.

Ebenfalls ist das kleine Städtchen Alcudia gut mit einem Auto zu erreichen. Die gut erhaltenen historischen Stadtmauern und -tore versetzen die Besucher zurück in eine längst vergangene Zeit.

Puerto de Aludia mit seinem Yachthafen bietet eine große Auswahl an Restaurants und Bars, die an einer schönen großen Strandpromenade angesiedelt sind. Wer also seinen Kaffee lieber in Gesellschaft einnehmen möchte, hat auf der breiten Promenade mit der dort angesiedelten Gastronomie und den vielfältigen Geschäften die Qual der Wahl.

Muro und Sa Pobla

Der Strand von Muro, Playa de Muro, zählt zu den schönsten Stränden der Insel Mallorca. Er umfasst die Abschnitte Platja des Braç, Ses Fotges, Platja Blava bzw. Casetas des Capellans und Es Comú de Muro. „Muro“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Mauer“.  Sehenswert ist hier die aus dem 16. Jahrhundert stammende Pfarrkirche Sant Joan, bei der der quadratische Glockenturm vom Hauptkirchenbau getrennt steht. Ebenfalls sollten Sie das ehemalige Kloster Minims besichtigen, das heute eine Schule beherbergt. Einen Hauch Völkerkunde erleben Sie im Museu Etnològic, welches eine Schmuckwerkstatt und traditionelle Möbel ausstellt. Dazu gehört im Garten ein Wasserrad. Von hier aus gelangen Sie auch sehr gut ins parkähnliche Naturschutzgebiet Mallorcas, Parc natural de S’Albufera, an das die Stadt Alcudìa grenzt.

Ganz anders ist Sa Pobla, ein richtiges Dorf, in dem Kartoffeln und Mais neben Artischocken und Salatpflanzen eine große Rolle spielen. Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt und trägt den Spitznamen „Gemüsebeet Mallorcas“. Hier wie im Naturpark wurden sumpfige in fruchtbare Böden verwandeln. Die schwere Arbeit wird vorwiegend von Marokkanern ausgeführt. Gefeiert wird im Dorf auch, ein Blues-Festival, zu dem auch amerikanische Größen dieses Genres anreisen. Sehenswert ist nicht nur der sonntägliche Wochenmarkt auf dem Rathausplatz, sondern auch das Sp

ielzeugmuseum. Verbinden Sie Ihren Besuch im Naturschutzgebiet S‘ Albufera doch mit der Feier zu Sant Antoni im Januar. Dann lodern in Sa Pobla Scheiterhaufen, der Teufel tobt maskiert und Funken sprühend und es werden scharfe Aalhäppchen gereicht.