Rotwein aus Spanien
Die Geschichte des spanischen Weinanbaus lässt sich bereits bis in das Jahr 4000 v. Chr. zurückverfolgen. Durch die Phönizier wurde um 1000 n. Chr. der Weinanbau im Süden Spaniens vorangetrieben. Die Mauren brachten mit der Eroberung des Landes um 711 n. Chr. die Destillation und der Handel mit Wein gewann immer mehr an Bedeutung. Die spanischen Seefahrer brachten um 1600 viele Reben nach Südamerika und begannen dort mit der Bepflanzung.
Heute besitzt Spanien die größte Anbaufläche der Welt und Spanischer Rotwein gewinnt immer mehr an Bedeutung. Beim Ertrag liegt Spanien aber, bedingt durch das relativ heiße Klima mit geringen Niederschlägen, hinter den anderen Weinerzeugenden Ländern zurück.
Insgesamt gibt es in Spanien 35 Anbaugebiete in denen bis zu 80 % Rotwein angebaut wird.
Zu den wichtigsten und bedeutendsten spanischen Weinsorten gehört sicherlich der Tempranillo Rotwein. Tempranillo bedeutet übersetzt "kleine Frühe", da die Trauben sehr viel früher reifen und kleiner als andere Sorten sind. Die Reben werden hauptsächlich im Gebiet von La Rioja angebaut, aber auch im Navarra und im Penèdes.
Das Weinanbaugebiet La Rioja gehört zu den bekanntesten Weinanbaugebieten in Spanien. Das fruchtbare Ebrobecken bietet ideale Voraussetzungen. Der Boden besteht aus einer guten Mischung aus Kalk und Lehm.
Die Abstammung lässt sich nicht eindeutig zurückverfolgen, es wird vermutet, das die Traube vom Spätburgunder abstammt. Vom Geschmack ist der Tempranillo sehr fruchtig mit bis zu 13 % Alkoholgehalt, ideal für eine Lagerung in Holzfässern und unter Zugabe von Beeren, Kirschen und sogar Kräutern. Durch den Barrique-Ausbau, also die Lagerung in Holzfässern, entstehen heute erstklassige und ausgezeichnete Qualitäten.
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