Parque Nacional de la Caldera de Taburiente
Der Gebiet der Caldera de Taburiente wurde 1954 zum Nationalpark erklärt. Vor über zehn
Millionen Jahren haben sich hier vermutlich ein oder mehrere große Vulkane befunden. Der etwa
neun Kilometer große Krater hat sich wahrscheinlich durch Einstürze und Erosion gebildet. Vom
höchsten Berg des Kraterrandes, dem Roque de los Muchachos, bis auf den Grund der Caldera geht
es 2000 Meter hinab. Wegen der besonders klaren Luft wurde kurz unter dem Gipfel dieses
höchsten Berges von La Palma 1985 ein Observatorium eröffnet, das über einige der weltweit
größten Teleskope verfügt.
Die Caldera de Taburiente ist ein reines Wandergebiet. Es führen keine Straßen durch den
gewaltigen Talkessel und es gibt nur wenige Zugänge, von denen sich einer für geländegängige
Fahrzeuge eignet. Wer die grandiose Landschaft der Caldera aus der Nähe erleben möchte, sollte
also nicht nur gut zu Fuß sein, sondern auch daran denken, ausreichend Proviant einzupacken.
Hauptzugang zur Caldera ist die Barranco de las Angustias, die "Schlucht der Todesängste", die
auch für die Entwässerung des Tales zuständig ist. Ein weiterer Zugang befindet sich am
Aussichtspunkt La Cumbrecita. Hier ist auch das Besucherzentrum des Parks untergebracht. Die
nächstgelegenen Aussichtspunkte sind von hier aus leicht erreichbar. Der Abstieg von hier in die
Caldera empfiehlt sich jedoch eher erfahrenen Wanderern.
Gewandert werden kann auf geführten Touren ebenso wie auf eigene Faust. Die Caldera bietet
Wanderwege verschiedenster Schwierigkeitsgrade, sodass Anfänger wie auch Fortgeschrittene auf
ihre Kosten kommen. Belohnt wird der Wanderer in jedem Falle mit einem großartigen
Naturerlebnis in einer faszinierenden Szenerie und einer reichen Vegetation.
Quellenhinweise zu den Bildern:
rechts: © Christoph Anzenhofer (zamperfoto) / PIXELIO
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