Der Jakobsweg
In Galizien liegt eine Stadt, die sehr wichtig für vielen Katholiken der ganzen Welt ist. Gemeint ist hier natürlich die Stadt Santiago de Compostela, die Erzbischofsitz ist und die Kathedrale von Santiago de Compostela ihr Eigen nennen darf.
Da die Kathedrale die Gebeine des Apostels Jakob und Teile des Kreuzes an das Jesus geschlagen wurde enthalten soll, wurde die Kathedrale schnell ein Wallfahrtsort. Den Weg, den Pilger zur Kathedrale und zu den Gebeinen Jakobs zurücklegen, nennt man Jakobsweg.
Jedes Jahr pilgern sehr viele Gläubige den Jakobsweg entlang in die Stadt Santiago de Compostela, weshalb sowohl die Kathedrale von Santiago de Compostela zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt als auch der Jakobsweg an sich.
In Wirklichkeit gibt es mehrere Jakobswege, allerdings wird nur einer, nämlich der spanische, als wichtigster Jakobsweg angesehen. Und auch nur dieser Jakobsweg wurde als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet, die restlichen Wege nicht. Deshalb hat der spanische Jakobsweg auch die größte Bedeutung für die katholische Kirche.
Den Rekord an Pilgern stellt das Jahr 2004, als knapp 180.000 Gläubige nach Santiago de Compostela pilgerten um die Gebeine des Apostels Jakob zu sehen. Seit 2006 gibt es jährlich mindestens 100.000 Pilger zur Kathedrale von Santiago de Compostela, 2008 waren es zum Beispiel 125.000 Pilger.
Damit die Pilger dem Jakobsweg auch bis zum Ende folgen können gibt es viele Markierungen, die den Weg zur Grabstätte des Apostels Jakob kennzeichnen. Die Markierungen sind in Form der Jakobsmuschel, die von einem Pfeil begleitet wird um die Pilger auf den richtigen Pfad zu bringen. Die Jakobsmuschel wurde deshalb gewählt, weil sie ein Erkennungszeichen für Pilger ist und zum Grab von Jakob passt.
Unweit des deutschen Jakobsweges liegt der Wallfahrtsort Rosenthal mit seiner Marienquelle. Fastenwandern ist auch sehr gesund!
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Quellenhinweise zu den Bildern:
rechts: © Hans-Jakob Weinz ( notafalerni ) / Pixelio |