Höhlen von Artenara
An vielen Orten der Welt ist der höchste Punkt einer Gegend meist
nur wegen seiner schönen Aussicht bekannt. Doch Gran Canaria hat
an genau diesem Punkt noch viel mehr zu bieten. Denn genau hier findet
sich auch die älteste Siedlung der Insel in der viele Bewohner
auch heute noch einem ganz besonderen Lebensstil frönen.
Viele der Einwohner von Artenara leben, wie schon ihre Vorfahren vor
fünfhundert Jahren, in Wohnhöhlen. Sie haben entweder eine
der alten Behausungen in Besitzt genommen oder einfach selber eine Höhle
in den weichen Lavastein gehauen.
In einer urtümlichen Mischung aus elektrischem Licht, fließend
Wasser und Höhlenambiente haben sie es sich gemütlich gemacht,
in ganz besonderen Wohnungen mit einer natürlichen Klimaanlage.
Denn einer der großen Vorteile der Wohnhöhlen ist, das sie
ihre Temperatur halten und damit im Sommer angenehm kühl und im
Winter mollig warm sind.
Diese, heute noch ganz normal genutzten, Wohnhöhlen locken auch
viele Touristen in den Ort. Dem entsprechend findet sich in dem ansonsten
verschlafenen Ortskern auch eine entsprechende Anzahl an gemütlichen,
kleinen Cafes und Restaurants. Ebenfalls einen Besuch wert sind die
Höhlenkapelle Ermita de la Virgen de la Cuevita, 400 Meter vom
Ortskern entfernt, und das Höhlenrestaurant Las Tres Sillas.
Die Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt die Figur
der Jungfrau von Cuevita, einer der wichtigsten Schutzheiligen der Insel
und die Patronin dieses Dorfes.
Die Küche des Restaurants bietet eine gute Auswahl der deftigeren
Speisen der Insel, auch hier im romantischen Höhlenambiente.
Und wenn man schon mal mit einigen Reisetaschen
hier in der Gegend ist, ob zum Spanisch
lernen oder einfach zum Entspannen in seinem Ferienhaus,
sollte man auch dringend den Panoramaausblick von der Plattform
„La Silla“ in Artenara genießen. Von hier
aus hat man bei klarem Wetter einen wundervollen Blick über die
gesamte Insel.
Außerdem empfiehlt sich ein Besuch der archäologischen
Fundstätte Acusa, die sich unweit von hier befindet. Hier
finden sich steinzeitliche Gräber und Wohnhöhlen, die in den
rötlichen Felsen des Gebirges gehauen sind. Die Anlage ist zum
Teil begehbar und bietet die Möglichkeit sich über die Geschichte
und Lebensweise der Ureinwohner der Insel zu informieren.
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